BENDA

Toskana, IT

Als wir erstmals den überragenden Rosso di Montalcino 2021 von J. G. Benda verkosten konnten, war unsere Freude riesig. Umso gespannter waren wir auf den Brunello di Montalcino sowie den Pietrafocaia di Sopra aus demselben und zugleich ersten Jahrgang des Guts.

Hinter dem Weingut steht der englisch-italienische John Benda, der seinen Weg aus der Finanzbranche in den Weinbau zunächst an der Seite von Alessandro Mori vom Il Marroneto fand. Gemeinsam mit seiner Partnerin Zoe Johnson erwarb er schließlich ein abgelegenes Anwesen in den Hügeln von Montalcino – rund 18 Hektar Land, hoch gelegen und dicht von Wald umgeben. Darin befinden sich lediglich zwei kleine Weinberge mit jeweils etwa einem Hektar Rebfläche.

Die Parzellen liegen so isoliert, dass es dort weder Strom noch fließendes Wasser gibt. Regenwasser wird gesammelt, um Geräte zu reinigen und Arbeiten im Weinberg zu ermöglichen. Entsprechend viel Zeit verbringen John und Zoe selbst draußen in ihren Parzellen – ihr Ansatz ist konzeptionell einfach: Große Weine entstehen im Weinberg, nicht im Keller. Rund 90 % ihrer Zeit widmen sie deshalb der Arbeit in den Reben.

Im Weinberg wird so natürlich wie möglich gearbeitet. Auf Pestizide, Herbizide oder andere chemische Produkte wird vollständig verzichtet. Stattdessen kommen lediglich kleine Mengen Kupfer und Schwefel sowie biodynamische Präparate zum Einsatz. Der umliegende Wald sorgt dabei für ein bemerkenswertes natürliches Gleichgewicht: große Biodiversität, viel Wildleben und eine Vegetation, die die Weinberge vor allem im Frühjahr und Sommer beinahe überwältigend umgibt.

© J. G. Benda

Die Weine zeigen genau das, was man sich von großen Sangiovese aus Montalcino erhofft: lebendige Frische, viel Energie und eine beeindruckende Konzentration. Sie verbinden Klarheit, Spannung und Tiefe und wirken dabei gleichzeitig erstaunlich präzise und ruhig.

Schon nach den ersten Jahrgängen ist für uns klar: John Benda gehört zu den spannendsten neuen Namen in Montalcino und wir sind sehr gespannt, wohin diese Reise noch führen wird.

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